Liveticker Iran-Krieg – Weißes Haus: Krieg im Iran bereits beendet

1.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zum Iran-Krieg und werden die Berichterstattung am frühen Samstagmorgen fortsetzen. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
Experte: Führung Irans uneinig darüber, wie im Krieg vorzugehen ist – steht aber geschlossen
Trumps Behauptungen, die iranische Führung sei gespalten, seien Teil der psychologischen Kriegsführung, die er seit zwei Monaten zu betreiben versucht. Dies erklärte Hamid Reza Gholamzadeh, Direktor des in Teheran ansässigen Thinktanks Diplohouse, im Interview mit Al Jazeera.
In Wahrheit sei die Machtstruktur in Iran sehr klar:
"Wir haben den Obersten Führer, den Obersten Nationalen Sicherheitsrat, die Leiter der verschiedenen Zweige und die Machthaber, wobei Diskussionen auf all diesen Ebenen stattfinden."
Meinungsverschiedenheiten seien "ganz natürlich" in einem demokratischen System, in dem "unterschiedliche Ideen geteilt und ausgetauscht werden, um die beste Lösung zu finden", fügte Gholamzadeh hinzu.
Einige der konservativeren Politiker drängen darauf, "weniger Krieg zu führen und mehr auf Vereinbarungen hinzuarbeiten". Das Militär bevorzuge eher den Krieg und wolle aus der aktuellen Situation herauskommen, "insbesondere aus der Blockade, die durch militärische Kampagnen verhängt wird". Die endgültige Entscheidung könnte vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat oder vom Obersten Führer getroffen werden, so der Experte.
21:45 Uhr
Umfrage: 61 Prozent der Amerikaner halten Angriff auf Iran für einen Fehler
Eine am Freitag veröffentlichte Umfrage von Washington Post, ABC und dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos zeigt, dass 61 Prozent der Befragten den Einsatz militärischer Gewalt gegen Iran für einen Fehler halten, während nur 36 Prozent die Entscheidung als richtig bewerten.
21:22 Uhr
Weißes Haus: Krieg in Iran bereits beendet
Am 1. Mai lief die 60-Tage-Frist der War Powers Resolution von 1973 ab, innerhalb der Donald Trump die Zustimmung des US-Parlaments für die Fortsetzung des Militäreinsatzes gegen Iran einholen musste.
Wie US-Medien berichten, argumentiert die Trump-Regierung nun, dass der Krieg in Iran aufgrund des Anfang April in Kraft getretenen Waffenstillstands bereits beendet sei – eine Auslegung, die es dem Weißen Haus ermöglichen würde, die Zustimmung des Kongresses nicht einholen zu müssen.
Fox19 zitiert einen hochrangigen Regierungsvertreter, der unter der Bedingung der Anonymität über die Position der Regierung sprach, mit diesen Worten:
"Die am Samstag, dem 28. Februar, begonnenen Feindseligkeiten sind beendet."
Seit dem am 7. April begonnenen zweiwöchigen Waffenstillstand sei es zu keinen Feuergefechten zwischen dem US-Militär und dem Iran mehr gekommen.
Gemäß der War Powers Resolution, dem Gesetz, das die militärischen Befugnisse des Präsidenten einschränken soll, hatte Präsident Donald Trump bis Freitag Zeit, die Genehmigung des Kongresses einzuholen oder die Kampfhandlungen einzustellen. Das Gesetz erlaubt es einer Regierung zudem, diese Frist um 30 Tage zu verlängern.
Die Demokraten haben die Regierung zu einer formellen Genehmigung des Iran-Kriegs gedrängt, und die 60-Tage-Marke wäre wahrscheinlich ein Wendepunkt für eine Reihe republikanischer Abgeordneter gewesen, die vorübergehende Maßnahmen gegen Teheran unterstützten, aber auf eine Mitentscheidung des Kongresses für eine längere Dauer bestanden.
20:35 Uhr
Irans Oberster Führer ruft zum Wirtschaftskampf gegen die Feinde auf
Irans Oberster Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei erklärte, das Land müsse einen wirtschaftlichen Kampf führen, um seine Feinde "zu enttäuschen und zu besiegen".
In einer schriftlichen Erklärung anlässlich des Tags der Arbeit im Iran sagte Modschtaba Chamenei, Iran habe "der Welt in einem militärischen Kampf gegen die Feinde seinen Fortschritt und seine Überlegenheit bewiesen", müsse sie aber "auch auf der Ebene des wirtschaftlichen und kulturellen Dschihad enttäuschen und besiegen".
Er forderte die Iraner zudem auf, "dem Konsum von im Inland hergestellten Waren" Vorrang einzuräumen, und sagte, "die Eigentümer geschädigter Unternehmen sollten Entlassungen und den Abbau ihrer Belegschaft so weit wie möglich vermeiden".
20:20 Uhr
Trump unzufrieden mit iranischem Vorschlag für Abkommen
US-Präsident Donald Trump hat am Freitag erklärt, er sei mit dem möglichen Atomabkommen mit Iran unzufrieden.
"Es gefällt mir nicht. Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln", sagte er gegenüber Journalisten.
Der Chef des Weißen Hauses versprach, in Kürze eine offizielle Stellungnahme zu dieser Frage abzugeben. Seinen Worten zufolge bemühen sich die Parteien weiterhin um eine Beilegung des Konflikts, unter anderem im Rahmen von Telefongesprächen. Zuvor hatte er die Möglichkeit ausgeschlossen, dass der Gegner angereichertes Uran für zivile Energiezwecke und medizinische Zwecke behalten dürfe.
Wie die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtet, habe Teheran Washington am Vortag über pakistanische Vermittler den Text eines neuen Plans übermittelt. Nach Berichten des Fernsehsenders Al Mayadeen hat die Islamische Republik eine dreistufige Formel für die Fortsetzung des Dialogs vorgeschlagen.
So sieht die erste Phase die Beendigung des Krieges und Sicherheitsgarantien für Iran und den Libanon vor. Anschließend sollen die Parteien Mechanismen zur Kontrolle der Straße von Hormus erörtern und erst danach das Atomprogramm thematisieren. Der Übergang zum dritten Punkt ist jedoch erst möglich, nachdem über die ersten beiden Einigkeit erzielt wurde.
Über die Unzufriedenheit des US-Präsidenten mit diesem Vorschlag berichtete auch die Nachrichtenagentur Reuters. Daraufhin schrieb die Zeitung WSJ, dass Trump eine langfristige Blockade Irans plane. Dabei habe er die Wiederaufnahme der Bombardierungen oder einen Ausstieg aus dem Konflikt als riskantere Optionen angesehen.
20:13 Uhr
Benzinpreis in den USA auf höchstem Stand seit vier Jahren
Der Benzinpreis in den USA ist auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren gestiegen. Für eine Gallone (3,785 Liter) Benzin mussten US-Bürger nach Angaben des Automobilverbands AAA am Freitag im Schnitt 4,39 US-Dollar (3,75 Euro) zahlen. Damit ist der Preis binnen weniger Tage um über 30 Cent gestiegen.
19:50 Uhr
US-Rechtsexperte: Krieg der USA gegen Iran "von Anfang an rechtswidrig"
Die USA haben nicht auf eine unmittelbare Bedrohung durch Iran reagiert, als sie gemeinsam mit Israel Luftangriffe auf die Islamische Republik starteten, sagt Harold Hongju Koh, ehemaliger Rechtsberater im US-Außenministerium, im Gespräch mit Al Jazeera. Das bedeutet, dass der Krieg "von Anfang an rechtswidrig war", so Koh.
Al Jazeera zitiert ihn wie folgt weiter:
"Trump behauptete, dass aufgrund der Atomwaffen Irans eine unmittelbare Bedrohung bestehe, aber er behauptete auch, dass die Bunkerbrecher-Bomben, die er zuvor abgeworfen hatte, diese Bedrohung beseitigt hätten."
Beide Aussagen können nicht zugleich wahr sein, so Koh.
In den letzten Tagen habe der Rechtsberater des Außenministeriums "eine Erklärung abgegeben, in der er sagte, man habe sich nicht auf die Behauptung einer unmittelbaren Bedrohung gestützt", sondern stattdessen erklärt, die USA befänden sich "seit 47 Jahren im Krieg mit Iran". Das sei für alle neu, da "vom Kongress nie ein Krieg erklärt und dies auch nie den Vereinten Nationen mitgeteilt wurde", fährt der Rechtsexperte fort und kritisiert:
"Genauso wie sie [die USA] nicht herausfinden können, was ihre politische oder strategische Begründung für ihr Vorgehen im Iran ist, können sie auch nicht herausfinden, was ihre rechtliche Begründung ist."
19:30 Uhr
Vizesprecher des iranischen Parlaments: Straße von Hormus ist Teherans Atombombe
Ali Nikzad, stellvertretender Sprecher des iranischen Parlaments, hat die Straße von Hormus als Teherans "Atombombe" bezeichnet. Die Nachrichtenagentur Tasnim zitiert ihn dazu:
"Die Straße von Hormus ist kein internationaler Seeweg, sondern Irans souveräner Privileg und unsere 'Atombombe', und wir stehen fest und entschieden zu dieser Position."
Nikzad betonte weiter, dass die Seefahrt in der Hormusstraße niemals zum alten Format zurückkehren werde, und berief sich dabei auf einen entsprechenden Erlass des Obersten Führers Irans, Modschtaba Chamenei.
Irans Leistungen im Bereich der Atomenergie, darunter die Anreicherung von Uran, seien ein Beweis für die "wissenschaftliche Macht" des Landes, fügte Nikzad hinzu.
19:00 Uhr
"Epstein-Imperium" zerstört historische Stätten: Journalisten besuchen Golestan-Palast

Journalisten aus aller Welt haben den Golestan-Palast in Teheran besucht. Der Palast wurde durch Druckwellen und Trümmer infolge von US-israelischen Luftangriffen im März 2026 schwer beschädigt. Er wurde im 16. Jahrhundert erbaut und gehört seit 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
